Workcamp 2022

Im August 2022 kamen zwölf junge Leute zwischen 18 und 25 aus ganz Europa in Hildesheim für das EU-LIFE BOVAR Workcamp zusammen. Von Griechenland, der Türkei, über Italien, Spanien, Frankreich und natürlich Deutschland waren viele Länder vertreten. Zwei Wochen lang wurde gemeinsam viel gelacht, gelernt und natürlich gearbeitet.

Im Mittelpunkt standen die vier Zielarten des BOVAR Projekts, allen voran die Gelbbauchunke. Im Projektgebiet Ochtersum nahe dem Schulbiologiezentrum wurden zum Beispiel neue Kleinstgewässer für den Froschlurch erbaut, was trotz der anhaltenden Sonne viel Spaß machte. Über allem schwebte die massive Trockenheit und daher wurde auch mit Hilfe von Teichfolie, viel Matsch und liebevollen Mooswegen das Ziel erreicht, geeignete Habitate entstehen zu lassen.

Später wurden die neuen Gewässer durch das Auswildern von 30 kleinen Gelbbauchunken auch gleich eingeweiht.

Die Gelbbauchunken wuchsen den Teilnehmenden auch durch die tägliche Pflege schnell ans Herz.

Neben selbstgebastelten Umweltbildungsplakaten über die Unken wurde auch mit Holz gezimmert, aus Stöckern neue Brücken errichtet und Müll gesammelt.

Spannend waren auch die Ausflüge in die Schutzgebiete nach Wolfshagen im Harz und Liekwegen, bei denen auch trotz der sommerlichen Trockenheit durch eifriges Anheben von Steinen Exemplare der anderen Zielarten des Projekts, die Kreuzkröte und die Geburtshelferkröte, gefunden werden konnten.

Weitere Highlights waren nicht nur das gemeinschaftliche Kochen im Zentrum oder der Unterkunft an der Mühle in Marienrode, bei dem abwechselnd traditionelle Gerichte der europäischen Küche kreiert wurden, sondern auch Aktionen wie die Kanutour auf der Innersten, eine Hildesheimer Stadttour, der lehrreiche Ausflug ins Sealife Hannover, oder Badespaß in der Innersten-Talsperre. Abgerundet wurden die Tage mal mit ein paar Kugeln Eis, einem Badeabend in der Tonkuhle in Hildesheim, oder gemütlichem Zusammensitzen mit ein paar Bier an der Mühle. Auch die lokalen Hotspots wie der Irish Pub „Wild Geese“, der „City Beach“ oder die „Kufa“ (Kulturfabrik Löseke) wurden in den Abendstunden ausgetestet.

Rückblickend lässt sich sagen, das Workcamp waren zwei Wochen voller neuer Erfahrung, tollen Begegnungen mit Menschen aus ganz Europa, spaßiger Zusammenarbeit und viel Neuem über eine vorher recht unbekannte, niedliche Amphibienart!