
Nahtlos wandelt sich der Sommer zum Herbst. Die Äpfel reifen jetzt, zusammen mit vielen anderen Früchten, wie bspw. der Weißdorn mit seinen mehligen roten Früchten, mit Macht. Alle Insekten, insbesondere die Bienen nutzen die noch warmen Tage um ihre Wintervorräte zu füllen und die Zugvögel fressen sich Energie für die weite Reise zu ihren Winterquartieren an. Die Frösche nutzen die Zeit noch zum Sonnenbaden, bevor sie sich in den Tiefen der Teiche eingraben. Kröten verlassen dagegen das Wasser und suchen sich trockene Verstecke.
Die Pilzsaison beginnt. Sobald jetzt wieder der sehnlichst erwartete Regen fällt, dürften sich die Wälder mit den Fruchtkörpern füllen und viele Menschen sich auf den Weg „in die Pilze“ machen.
Dazu ein kleiner Hinweis. Viele Pilze sind essbar, aber einige sind sehr giftig, manche davon tödlich. Deshalb ist es notwendig die hiesigen(!) Pilze genau zu kennen, um Verwechslungen sicher ausschließen zu können. Auf unserem Herbstfest am 3. Oktober wird auch ein Stand der Pilzfreunde zu Besuch sein, wo man sich näher informieren kann.
Dass der Herbst kommt wird jetzt an der rasch sinkenden Tageslänge deutlich. Am astronomischen bzw. kalendarischen Herbstanfang am 22. September 2025 beträgt die Tageslänge dann 12 Stunden und sinkt dann weiterhin rasch ab. Diese Abnahme der Beleuchtung signalisiert den Pflanzen sich dann auf „Winter“ umzustellen. Die Laubbäume werfen dann die Blätter ab, die sich während dieses Prozesses bunt färben. Da im Spätherbst und Winter häufig heftige Stürme übers Land fegen, stellt dieser Abwurf auch einen entscheidenden Vorteil gegenüber Nadelbäumen dar, die entsprechend eher umgeweht werden. Erst im höheren Gebirge oder weiter im Norden überwiegen trotz dieses Nachteils die Nadelbäume wieder, weil dort die Vegetationsperiode so kurz ist, dass der Aufbau der Blattmasse nicht mehr rentabel ist.
Ein Besuch auf dem Brocken, dem höchsten Berg im Harz, zeigt diesen Mechanismus gut. Seine 1140m Höhe würden in unseren Breiten problemlos die vollständige Bewaldung mit Nadelbäumen erlauben. Aber die ausgesetzte Lage (der nächst höhere Berg, der Fichtelberg im Erzgebirge ist fast 300km entfernt) führt dazu, dass die häufigen Stürme das Brockenplateau von Bäumen freihalten und diesen Gipfel zu einem oberhalb der Baumgrenze gelegenen machen.





