
Während auf ganz Deutschland bezogen in diesem Sommer viele Rekorde zu verzeichnen waren, ist unsere Region einigermaßen glimpflich davongekommen. So gab es fast keine neuen jahreszeitlichen Rekorde, etwa bei der Anzahl der warmen Tage, den Höchsttemperaturen oder beim Niederschlag. Letzterer war ja teilweise dramatisch niedrig, aber nicht bei uns.
Zwei Rekorde gab es aber dennoch und zwar am 27. Juni 2026. Dieser Tag war der Tag mit der höchsten Tagesmitteltemperatur (31,1°C) und der Tag mit der höchsten Tagesminimumtemperatur (22,8°C) seit Beginn der Wetteraufzeichnung an der Wetterstation Hannover im Jahr 1936.
Die Situation, dass es nachts nicht abkühlt, ist für uns relativ neu und dramatisch, denn sie zeigt eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit an. Sie belastet den Körper massiv und dürfte für einen großen Teil der hohen Übersterblichkeit des Sommers verantwortlich sein.
Unser Gelände kam dagegen gut über die Zeit. Zwar war der Wasserstand unserer Teiche gelegentlich tiefer als sonst, aber die Pflanzen zeigten allesamt wenig Hitze- oder Trockenstress. Nur der erhöhte Abwurf von Äpfeln zeigte die Trockenheit an.
Schule im Sommer steht unter dem besonderen Druck des Klimawandels. Gab es früher Hitzefrei, so müssen sich heute Schülerinnen und Schüler und die Lehrenden selbst helfen. Unser neues Gebäude soll dabei hilfreich sein. Ob dies bei all den Sparauflagen gelingt oder ob am Ende am falschen gespart wurde, wir werden es sehen.
Die Fotoauswahl zeigt den Spätsommer auf unserem Gelände. Das Heidekraut blüht, die Samen des Gilbweiderichs sind gereift, erste Eicheln fallen von den Eichen, Äpfel und Himbeeren reifen, ebenso wie Schlehe und Hartriegel. Insekten, wie Schmetterlinge, Bienen, aber auch Fliegen naschen noch den Nektar aus den spätblühenden Blüten. Unsere Trockenmauer wurde wieder freigeschnitten und zeigt ihre kleinen Wunder.